In den Sommerferien war ich mit meiner Familie in Italien in der Toskana. Wir haben zwei Wochen auf dem Campingplatz «Cielo Verde» gezeltet. «Cielo Verde» bedeutet auf Italienisch «grüner Himmel». Das stimmt wirklich, denn über dem gesamten Campingareal ist es grün. Das kommt von den Pinien, die überall wachsen.
Wir haben auch mehrere Ausflüge nach Castiglione della Pescaia unternommen. Castiglione della Pescaia ist ein kleines Städtchen an der Maremmaküste. Es wird von einer mittelalterlichen Burg überragt. Diese Burg stammt aus dem 12. bis 14. Jahrhundert.
Castiglione della Pescaia ist ein Touristenstädtchen geworden. Die Hauptstrasse ist voller Läden mit Souvenirs, Kleidern und Restaurants. Dort herrscht immer ein Gedrängel. Uns hat es Spass gemacht in einem Restaurant zu sitzen und die Leute zu beobachten. Es gibt enge und steile Gässlein, die zur Burg hinaufführen. Dort säumt das eine oder andere Restaurant das Gässlein. Von der Burg aus hat man eine wunderschöne Aussicht über Castiglione della Pescaia. In der Ferne kann man dann auch anhand der Lichter die Stadt Marina di Grosseto erkennen. Wenn man im Hintergrund dann noch das Meer rauschen hört ist das ein super tolles Gefühl.

Der rote Strich ist das Hauptgässlein mit den vielen Läden. Der grüne Pfeil zeigt auf die Lichter von Marina di Grosseto.
Der Campingplatz Cielo Verde liegt mitten in einem Naturschutzgebiet. Man darf nur dann mit dem Auto fahren, wenn man zum Platz fährt um das Zelt ab oder auf zu bauen, oder wenn man Ausflüge macht. Mit dem Velo kann man an den Strand fahren. Dann fährt man auf einem Teerweg mit vielen Schlaglöchern. Dieser Weg führt mitten durch ein Naturschutzgebiet. Wir haben dort schon zwei Fasane und sogar ein Wildpferd gesehen. Das Wildpferd hatte viele Schnitte, aber das ist halt der Preis der Wildnis. Dieses Naturschutzgebiet ist riesengross. Man könnte auch Maremmaner Rinder sehen, aber das haben wir noch nie.
Am Abend gibt es immer «Animatione» im Cielo Verde. Das heisst irgendein Wettbewerb oder eine Band, die spielt. Jeden Abend gibt es auch «Baby Dance». Da können die Kleinen auch mittanzen. Einmal haben sie Leute aus dem Publikum geholt und die mussten dann Aufgaben lösen. Zum Beispiel bestimmte Filmszenen nachspielen oder einige Ballone auf verschiedene Arten zerplatzen. Das ist immer toll und lustig, doch mitmachen tun meine Familie und ich nicht.
